{"id":1810,"date":"2013-05-10T19:07:09","date_gmt":"2013-05-10T18:07:09","guid":{"rendered":"http:\/\/headingeast.de\/?p=1810"},"modified":"2013-05-14T19:18:55","modified_gmt":"2013-05-14T18:18:55","slug":"istanbul-metropolis-on-two-continents","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/headingeast.de\/de\/istanbul-metropolis-on-two-continents\/","title":{"rendered":"Istanbul &#8211; Metropole auf zwei Kontinenten"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">When you travel, remember that a foreign country is not designed to make you comfortable. It is designed to make its own people comfortable.<br \/>\n<span style=\"color: #c0c0c0;\">\u2013 <em>Clifton Fadiman<\/em><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Wochenende in Istanbul kamen gleich mehrere Dinge auf einmal zusammen. Freitag Abend hie\u00dfen mich Selim \u00a0und seine Familie in ihrem Haus herzlich willkommen und gaben mir eine erste Einf\u00fchrung in die islamische Kultur. \u00a0Am Samstag Nachmittag traf ich mich zum ersten Mal mit David, Jim und Clive, welche an diesem Wochenende ebenfalls in Istanbul waren und mit denen ich gemeinsam China durchqueren werde. Gut zu wissen, dass die Jungs einen gesunden Humor zu sch\u00e4tzen wissen. Immerhin werden wir einige Wochen zusammen reisen. David und Jim sehe ich noch einmal Ende der Woche zwei tausend Kilometer weiter s\u00fcd\u00f6stlich. Danach trennen sich unsere Wege wieder. W\u00e4hrend meine Route \u00fcber den Iran nach Turkmenistan f\u00fchrt, werden David und Jim \u00fcber Georgien und Aserbeidschan nach Turkmenistan reisen. Mitte Juni sehen wir uns dann in Kirgisien \u00a0wieder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch auch der Sonntag hatte seine \u00dcberraschungen: Zuerst \u00fcberquerte ich den Bosporus \u2013 die Meerenge welche Europa von Kleinasien trennt \u2013 und durfte mich auf dem Weg erneut an den Verkehrsverh\u00e4ltnissen in Istanbul erfreuen. Nachmittags unternahm ich einen Spaziergang durch die Einkaufsstra\u00dfen der Altstadt und registrierte beil\u00e4ufig das \u00fcberdurchschnittlich hohes Polizeiaufgebot. Dann marschierten pl\u00f6tzlich Demonstranten auf und alles ging sehr schnell: Ein lauter Knall, Wasserwerfer, Tr\u00e4nengas und Halenur zog mich pl\u00f6tzlich in ein Gesch\u00e4ft, welches gerade dabei war, die Glast\u00fcren zu verriegeln und die Jalousien herunterzulassen. Selbst bei verriegelten T\u00fcren versp\u00fcrte man noch einen bei\u00dfenden Geruch in der Nase und bekam Tr\u00e4nen in die Augen. \u00dcber die Videokameras des Gesch\u00e4ftes war zu beobachten, wie die Polizei die Strassen\u00a0 &#8222;leer fegte&#8220; und nach nur wenigen Minuten war alles wieder vorbei und wir setzten unseren Spaziergang durch die Stadt fort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Abend war dann gepr\u00e4gt von Fussballges\u00e4ngen und Fans von Galatasaray Istanbul kamen voll und ganz auf ihre Kosten. Der T\u00fcrkische Erfolgsverein gewann vorzeitig seinen 19. Titel in der Meisterschaft und wer sich auch immer zu diesem Zeitpunkt in der historischen Altstadt aufhielt, wohnte unweigerlich einem Fussballfest bei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eigentlich wollte ich die Metropole bereits am Montag wieder verlassen, blieb dann aber noch zwei weitere Tage und lernte die Stadt auch abseits der touristischen Pfade ein wenig kennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da gab es jedoch noch etwas, was ich an diesem Wochenende angehen musste. Es war ein Schritt zur\u00fcck zum Thema &#8222;Planung und Vorbereitungen&#8220;. Ich hatte schon bef\u00fcrchtet, diesen Fehler erneut zu machen \u2013 zu viel gut gemeintes Gep\u00e4ck. Nach einer Woche und 2.500 Kilometern war jedoch klar, dass es einer sehr kritischen Durchsicht bedurfte. Den Anfang machte mein favorisiertes Eau de Toilette, welches am Sonntag aus der Waschtasche fiel und am Boden zerschellte. Auch ein Weg sein Gep\u00e4ck zu reduzieren. Klar war jedoch, man muss sich auch von Dingen trennen, die man eigentlich nicht missen m\u00f6chte. Schwieriger fiel die Entscheidung, wenn es sich um Ersatzteile handelte. Am Ende gingen jedoch sechs Kilo Gep\u00e4ck zur\u00fcck nach Deutschland.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende in Istanbul kamen gleich mehrere Dinge auf einmal zusammen. Freitag Abend hie\u00dfen mich Selim  und seine Familie in ihrem Haus herzlich willkommen und gaben mir eine erste Einf\u00fchrung in die islamische Kultur.  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