{"id":2683,"date":"2013-10-26T16:53:11","date_gmt":"2013-10-26T15:53:11","guid":{"rendered":"http:\/\/headingeast.de\/?p=2683"},"modified":"2013-10-29T04:05:31","modified_gmt":"2013-10-29T03:05:31","slug":"thailand-bangkok-vs-koh-mak","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/headingeast.de\/de\/thailand-bangkok-vs-koh-mak\/","title":{"rendered":"Thailand  &#8211;  Bangkok  vs.  Koh Mak"},"content":{"rendered":"<style type=\"text\/css\"><!--\n<span style=\"overflow:hidden;line-height:0px\" data-mce-style=\"overflow:hidden;line-height:0px\" id=\"mce_0_start\" data-mce-type=\"bookmark\"><\/span><!--\n<span style=\"overflow:hidden;line-height:0px\" data-mce-style=\"overflow:hidden;line-height:0px\" id=\"mce_2_start\" data-mce-type=\"bookmark\"><\/span><!-- P { margin-bottom: 0.21cm; }\n--><\/style>\n<blockquote><p>I like to listen. I have learned a great deal from listening carefully. Most people never listen. <span style=\"color: #c0c0c0;\">\u2013 Ernest Hemingway<\/span><\/p><\/blockquote>\n<style type=\"text\/css\"><!--\nP { margin-bottom: 0.21cm; }\n--><\/style>\n<style type=\"text\/css\"><!--\nP { margin-bottom: 0.21cm; }\n--><\/style>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bangkok war ein Meilenstein auf dieser Reise und mit dem eigenen Bike in die City einzutauchen war schon was Besonderes, auch wenn der Verkehr in der 8 Millionen Metropole nicht gerade f\u00fcr Entspannung sorgt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hatte hier eine ganze Reihe zu organisieren. Zuerst einmal musste ich jemanden finden, der Aluminium schweissen konnte und mir dabei half, meine Seitenkoffer zu versteifen. Die Touratech-Koffer bedurften einer echten \u00dcberarbeitung. Bei dem von Touratech anvisierten Preisniveau h\u00e4tte ich deutlich hochwertigere Schwei\u00dfn\u00e4hte im oberen Rahmen erwartet \u2026 aber &#8222;Erwartungen&#8220; halfen mir in Bangkok herzlich wenig. Vielleicht wirft man bei Touratech einfach noch mal einen kritischen Blick auf den Verarbeitungsprozess. Das l\u00e4sst sich besser machen \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die ersten zwei Tage verbrachte meine GS bei Dynamik Motors. Hier war man unglaublich hilfsbereit. Die kleine Werkstatt ist eine gute Adresse, wenn man in Bangkok jemanden sucht, der ausreichend Erfahrung mit grossen Bikes hat. Yut, der Eigent\u00fcmer organisierte mir auch die neuen Reifen und \u00fcbernahm noch einige andere kleine Aufgaben. Den Seitenkoffer im Arm fegte ich mit einem der Mechaniker auf einem Skooter durch die Strassen von Bangkok, um den Aluminium-Schweisser aufzutreiben. Nachdem die N\u00e4hte gefixt waren, nieteten wir noch eine d\u00fcnne Stahlplatte auf die Innenseite des rechten Koffers, um so mehr Stabilit\u00e4t in die R\u00fcckwand zu bekommen. Danach ging es zu BMW.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die zehn Kilometer durch die City brauchte ich 1,5 Stunden, wobei sich der luftgek\u00fchlte Boxer bei 34 Grad Au\u00dfentemperatur im dahin kriechendem Stadtverkehr bedenklich nahe am oberen Limit des zul\u00e4ssigen Temperaturbereichs bewegte. Ich schaltete die Maschine daher so oft wie m\u00f6glich aus, um ein \u00dcberhitzen des Motors zu vermeiden. Bei BMW verbrachte mein Bike dann die folgenden zwei Tage. Mittlerweile war die 30.000 km Durchsicht f\u00e4llig und dar\u00fcber hinaus musste ich meinen gebrochenen Bremshebel ersetzten. Hier bekam meine GS auch endlich mal wieder eine intensive W\u00e4sche verpasst. Die letzte richtige Dusche gab&#8217;s \u2013 wenn ich mich recht erinnere \u2013 in Hanoi. Jedenfalls strahle sie wie eine Beauty-Queen als ich sie bei BKK Motorcycle wieder abholte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von Bangkok aus wollte ich nach Koh Mak, einer kleinen, wenig touristischen Insel nahe der kambodschanischen Grenze. Bevor ich Bangkok allerdings verlassen konnte, musste ich noch die logistisch anspruchsvollste Aktion der Reise anstossen: Ich musste jemanden finden, der mir half das Bike von Bangkok nach Kathmandu zu fliegen. Obwohl Myanmar (Burma) sich langsam dem Grenzverkehr \u00f6ffnet, war es nach wie vor nicht m\u00f6glich, das Land mit dem eigenen Fahrzeug alleine zu durchqueren. Somit blieb mir wie erwartet der Landweg nach Nepal\/Indien versperrt und ich folgte meinem urspr\u00fcnglichen Plan, das Bike nach Nepal zu fliegen. THAI Airways bedient die Strecke zwar t\u00e4glich, erwartet aber, dass man mit einem lokalen Spediteur zusammen arbeitet, der alle notwendigen Formalit\u00e4ten erledigt und die Einhaltung der erforderlichen Auflagen gew\u00e4hrleistet. Diesen Spediteur muss man erst einmal finden. Zudem musste ich ein wahrlich grosses &#8222;Paket&#8220; schn\u00fcren. Meine Wahl fiel auf P.T. Air Cargo. Die Gesellschaft hatte bereits Erfahrung mit dem &#8222;verschiffen&#8220; von Motorr\u00e4dern und \u00fcberzeugte durch eine professionelle Zusammenarbeit. Selbst die Jungs, welche sp\u00e4ter die Kiste bauten, machten einen guten Eindruck. Es war offensichtlich nicht das erste Mal, dass sie eine Box um ein Motorrad zimmerten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem ich die notwendigen Absprachen in Bangkok getroffen hatte und ein potentieller &#8222;Verschiffungstermin&#8220; im Kalender markiert war, ging es nach Koh Mak. Die Insel ist tats\u00e4chlich eine kleine Oase der Ruhe. Da die Regenzeit noch immer nicht vor\u00fcber war, hatte auch die Hauptsaison noch nicht angefangen. Das machte die Insel um so entspannter. Urspr\u00fcnglich hatte ich vor, das Bike mit nach Koh Mak zu nehmen und nach Auskunft der lokalen Skipper, sollte es auch ein Boot geben, welches das Motorrad transportieren konnte. Als ich den Kutter allerdings am Pier sah, war ziemlich schnell klar, dass ich nicht einmal im Ansatz den Versuch unternehmen w\u00fcrde, meine GS auf den Kahn zu bekommen. Die Mannschaft an Board sah dagegen kein Problem \u2026 nun ja, man kann vielleicht ein Moped derart verladen. So ein Motorroller l\u00e4sst sich wahrscheinlich auch mit einer Hand balancieren. Meine GS h\u00e4tte diesen Balanceakt vermutlich nicht \u00fcberlebt. Geschweige denn, dass ich eine Idee gehabt h\u00e4tte, wie ich 260 kg \u00fcberhaupt auf die kleine Rampe bekommen sollte, welche quasi in der Luft begann. Auch war v\u00f6llig unklar, wie man das Motorrad wieder von Bord ans Festland zu bringen gedachte \u2026 den K\u00fcnstler m\u00f6chte ich sehen, der die GS eine derart schmale Rampe bergauf schiebt \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der Insel traf ich nach einigen Tagen auf Parker, der hier mit seiner Frau Judy ebenfalls ein paar Tage auszuspannen gedachte. Parker lebt und arbeitet seit einigen Jahren in China und die Zeit, die wir zusammen verbrachten, war eine willkommene Abwechslung auf der Insel. Als er erfuhr, dass ich mit dem Motorrad unterwegs war, erz\u00e4hlte er mir, dass er vor einigen Jahren in Taiwan einen Motorradunfall hatte, bei dem sein linkes Bein von einem Auto regelrecht zertr\u00fcmmert wurde. Er verbrachte gute drei Jahre auf Kr\u00fccken. Die vielen Narben an seinem leicht verk\u00fcrzten Bein erz\u00e4hlen dazu ihre eigene Geschichte. Wissend, wie irrsinnig und zeitweise wenig kalkulierbar der Verkehr in Asien sein kann, lassen mich solche Stories alles andere als unber\u00fchrt\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend Judy an einem sonnigen Nachmittag einen privaten Kochkurs besuchte, gingen die Jungs draussen spielen ;-). Zusammen nahmen Parker und ich uns ein Kanu und paddelten auf eine der kleinen umliegenden Inseln. Kurz bevor wir das Boot zu Wasser liessen, entschied ich mich noch, meinen Rucksack mit Kamera besser an Land zu lassen. Gute Idee. Wir kenterten zwei Mal und fischten unsere Sachen aus dem Wasser. Auf einer der kleinen Inseln fanden wir eine Kokosnuss am Strand, welche wir in m\u00fchevoller Kleinarbeit zu sch\u00e4len versuchten. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen. Wir schlugen die Nuss auf die im Wasser liegen Felsen und h\u00e4mmerten mit scharfen Steinen auf die gr\u00fcne H\u00fclle ein. Herrje, die Dinger sind vielleicht hartn\u00e4ckig. Doch mit ausreichend Geduld knackten wir auch diese Nuss im wahrsten Sinne des Wortes. Den Inhalt in seiner Urspr\u00fcnglichkeit vor einer derart tropischen Kulisse zu geniessen war die M\u00fchen wert gewesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenige Tage sp\u00e4ter ging es zur\u00fcck nach Bangkok. Samstag Morgen traf ich mich mit Ratchaneewan von P.T. Air Cargo und gemeinsam fuhren wir zu einem Lagerhaus, wo man mich bereits erwartete, um die besagte Kiste zu bauen. Um das Volumen zu reduzieren demontierte ich Vorderrad, Spiegel und Windscreen und zog die Maschine tief in die Federn. Zwei Stunden sp\u00e4ter war die BMW verpackt und ich stand kurz vor dem letzten grossen Kapitel der Reise: Nepal und Indien. So sehr ich die letzten zwei Monate trotz Regenzeit in S\u00fcdostasien genossen hatte, so sehr freute ich mich mittlerweile aber auch wieder auf eine gigantische Bergwelt. Der Himalaya ist dies bez\u00fcglich sicher ein ganz besondere &#8222;Spielwiese&#8220; \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dienstag Morgen hatte Flug TG 319 von Bangkok nach Kathmandu aussergew\u00f6hnliche Fracht an Bord. W\u00e4hrend ich meinen Platz in der Passagierkabine einnahm, ruhte meine Kiste im Unterdeck. Ich bat den Steward noch vor Abflug die Cargo-Liste zu pr\u00fcfen, um sicher gehen zu k\u00f6nnen, dass mein &#8222;Paket&#8220; auch tats\u00e4chlich an Bord war. Er gab mir gr\u00fcnes Licht. Wenn nun alles glatt ging, d\u00fcrften sich die Strassen von Kathmandu am Abend am Sound meiner Zw\u00f6lfhunderter erfreuen &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stay tuned !<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bangkok war ein Meilenstein auf dieser Reise und mit dem eigenen Bike in die City einzutauchen war schon was Besonderes, auch wenn der Verkehr in der 8 Millionen Metropole nicht gerade f\u00fcr Entspannung sorgt. 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